maxfrei
Eine Leerstelle im Stadtgewebe wird mit Leben gefüllt: Wohnen, Arbeiten, Spielen, Zusammensein
  • Ort
    Düsseldorf
  • Objekt
    Neubau von zwei Büro- und Geschäftshäusern mit Kita und Service Point (Baufeld 1, 2a),
    Neubau eines Wohngebäudes mit Tiefgarage (Baufeld 2b)
  • Verfahren
    1. Preis Wettbewerb
  • Bauherrin
    Projektentwicklungsgesellschaft Ulmenstraße mbH & Co. KG vertreten von Interboden und Hamburg Team
  • Entwurfsverfasser
    Caspar Schmitz-Morkramer
  • TGA
    Winter Ingenieure, Düsseldorf
  • Tragwerksplanung
    kevee, Köln
  • Brandschutz
    Gruner GmbH, Köln
  • Landschaftsplanung
    studio grüngrau, Düsseldorf
  • Planungs- und Bauzeit
    2019–
  • Leistungsphasen
    1–5
  • Brutto-Grundfläche (oi/ui)
    18.450 m²/8.250 m² (Büro- und Handel);
    3.559 m²/1.350 m² (Wohnen)
  • Visualisierungen
    bloomimages
  • Fotos
    HGEsch

Mitten im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf lag verborgen hinter hohen Mauern die Justizvollzugsanstalt Ulmer Höh. 2012 zog sie in einen Neubau am Stadtrand und hinterließ eine Fehlstelle im Stadtgewebe, die es nach 120 Jahren nicht nur zu füllen oder zu flicken, sondern sorgsam einzuarbeiten gilt. Das 3,5 Hektar große Gelände wurde zunächst vollständig geräumt, nur die denkmalgeschützte Kapelle überdauerte. Mit einer neuen säkularen Nutzung wird sie in dem um sie herum entstehenden Standquartier ein zentraler Baustein werden. Der Name maxfrei steht für den Neubeginn an diesem Ort in maximaler Freiheit. Über 500 Wohnungen wurden im Sinne einer lebendigen Nachbarschaft entwickelt, darunter sind rund 200 freifinanzierte und 170 geförderte Wohnungen sowie rund 170 geförderte Studentenapartments. Dazu kommen circa 15.000 Quadratmeter Gewerbefläche auch zur Nahversorgung, Gastronomie und eine Kita. Die digitale Vernetzung der neuen Nachbarschaft erfolgt über eine Quartiers-App, ganz direkt und persönlich bieten die sorgfältig gestalteten Freiräume, Grünflächen und Spielplätze Raum für Begegnung und Miteinander.

Im Zentrum

Unser Beitrag auf der neuen Ulmer Höh sind zwei Bausteine, in einer nachhaltigen urbanen Mischung, die die Kapelle und den ihr vorgelagerten Stadtplatz mit einladender Geste flankieren. Der helle Klinker und das durchgängige Raster der Lochfassade zeichnen eine einheitliche und ruhige Ansicht an der Ulmer Straße. Die einander zugewandten Ansichten der Wohn- und Geschäftshäuser springen in drei Stufen zurück und geben dem in ihrer Mitte gefassten Platz und der Kapelle Licht, Raum und Leben. Und es wird grüner, die kleine Laubbaumgruppe spendet Schatten und auch die Begrünung der Balkonen und Dachterrassen leistet ihren Beitrag zur freundlichen Erscheinung der Ansichten und zur Verbesserung des Mikroklimas. Die Nutzungen in den Erdgeschossen bieten nicht nur den neuen Bewohner:innen viele Anlässe zum Kommen und Bleiben, sei es zum täglichen Einkaufen, auf einen Kaffee, ein Eis oder ein Abendessen, hier liegt auch das Service Center des Quartiers. Wir möchten diesen Ort, der viel zu lange vollkommen isoliert hinter hohen Mauern lag, in ein lebendiges und wertvolles Stückchen Stadt transformieren, das Teil des großen Ganzen ist.

Miteinander Stadt sein

Straßenseitig liegen in beiden Häusern die Büroflächen, zusammen bieten sie 17.500 Quadratmeter BGF. Zeitgemäß flexibel teilbar und nutzbar, macht das Ausbauraster klassische Konfigurationen ebenso möglich wie offene Spielarten von Kombi- und Großraumbüro in Einheiten zwischen 400 und 7.000 Quadratmeter Größe. Unbedingter Teil jedes Arbeitsplatzes sind die Terrassen und Balkone, die den Quartierslatz überblicken. Wir planen den Bau von 27 Wohneinheiten, die durch Größen von ein bis vier Zimmern eine vielfältige Nachbarschaft ermöglichen. Alle Wohnungen haben einen Freisitz, je nach Lage im Haus als Balkon, Loggia, Dachgarten oder Garten. Eine Besonderheit sind die beiden im Erdgeschoss liegenden Gästeappartements, deren Nutzung über die Quartiers-App gebucht werden kann. Zum Stadtwerden gehören auch das landschaftsgärtnerisch gestalteten Außengelände der Kita und der öffentlichen Spielplatz, beide schließen direkt an die grüne Mitte der Nachbarschaft an. Autofrei bleibt das maxfrei, weil sämtliche Fahrzeuge in einer Tiefgarage geparkt werden und eine gute ÖPNV Anbindung besteht.

Projektteam
  • Bárbara Climent Silvar
  • Azadeh Najib
  • Olaf Frömling
  • Nazanin Afshari
  • Sarah Bauer
  • Paula Beham
  • Fidelius Bezzenberger
  • Yannick Bilsdorfer
  • Albert Bronder
  • Nadine Domaschke
  • Eike Heidelberg
  • Timo Heinzmann
  • Martin Mellis
  • Sven Michels
  • Jana Klindworth
  • Sebastian Oertel
  • Estella Orlando
  • Fabian Reckers
  • Maren Richter
  • Guido Roth
  • David Schlaht
  • Jakob Wogrolly
  • Angeline Ziegler