CANNION NeckarPark
Das grüne Tal im urbanen Dorf
  • Ort
    Stuttgart
  • Objekt
    Neubau Büro und Hotel sowie ergänzende Angebote
  • Verfahren
    Realisierungswettbewerb (1. Preis, 2020)
  • Bauherrin
    FAY Projects
  • Entwurfsverfasser
    Caspar Schmitz-Morkramer
  • Planungs- und Bauzeit
    ab 2020
  • Leistungsphasen
    1–5
  • Brutto-Grundfläche (oi/ui)
    27.000 m²/6.500 m²
  • TGA
    Deerns
  • Tragwerksplanung, Fassadenplanung
    Werner Sobek
  • Brandschutz
    HALFKANN + KIRCHNER
  • Freiraumplanung
    studio grüngrau
  • Bauphysik
    Kurz und Fischer
  • Visualisierungen
    caspar.;
    FAY Projects, Stuttgart

Die Stadt Stuttgart erwarb im Jahr 2000 das Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Bad Cannstatt als Standort für das Olympische Dorf. Aus dem Olympischen Dorf wurde zwar nichts. Aus dem Dorf schon. Das 22h große Areal, direkt gegenüber der berühmten Cannstatter Wasen gelegen, wurde zum „Neckarpark“ – zu einem Wohn- und Gewerbegebiet als Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung. Glücklicherweise konnten wir uns im Wettbewerb für das Baufeld „Q20“ durchsetzen. So bekamen wir eine dieser Traum-Aufgaben, die grundsätzliche Zielsetzungen vereint: Vernetzung, Belebung, Durchmischung und Nachhaltigkeit, um im besten Sinne Mensch, Grün und Stadt konvergieren zu lassen, beziehungsweise: Mensch, Grün, Stadt und – Dorf.

Einheit, Vielfalt. Einschnitt, Fortschritt.

Natürlich sind die Hauptnutzungen von Hotel und Büro mit ergänzenden Angeboten wie Restaurant, Café, Bäckerei, Handel, Fitness, Co-Working und Mobilitätshubs Ausdruck von fortschrittlicher urbaner Mischung. Nur haben wir das Ganze in Form einer ebenso einfachen wie funktionalen Dorfstruktur aus Gassen, Plätzen und Häusern organisiert.

Drei einzelne, nicht orthogonale und fünf- bis sechsgeschossige Gebäude gruppieren sich um einen öffentlich zugänglichen Hof. Die rotorange und streng orthogonale Fassade lässt das Ensemble aus Hotel und Büros einerseits als Einheit wirken, während die Varianz der Fassadengliederung andererseits ein vielfältiges Bild erzeugt. Charakteristisch für das Projekt sind aber zweifellos die markanten, nach oben schmal zulaufenden Einschnitte zwischen den Bauköpern. Mit seinen begrünten und für optimalen Lichteinfall leicht geneigten Fassaden und Gründächern bildet der in Dreiecksform ausgebildete Hof das grüne Herz der Anlage. Oder, so ein weiterer Name für das Projekt, das „Grüne Tal“. Von oben gesehen und angesichts der schluchtartigen Einschnitte darf man auch einen Canyon assoziieren. Aus dem Cannstatter Canyon wird natürlich: der CANNION.

 

Mehr Energie für die Arbeit; neue Energie von den Dächern

Die Anlage versammelt im Sinne einer konsequenten Mischnutzung diverse räumliche Angebote. Insbesondere im Kontext der New Work ist die hochflexible Bürolandschaft hervorzuheben, die ruhige Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten ebenso erlaubt wie (in)formellen Austausch in unterschiedlichen Konstellationen. Ebenso modern sind die energetisch-nachhaltigen Maßnahmen, für die die Anlage das DGNB-Gold-Zertifikat erhält. Hochisolierende Fensterverglasung reduziert die Wärmeverluste, während die begrünten Fassaden und Dachflächen ein angenehmes Arbeitsklima schaffen. Auf allen Dächern sind Photovoltaik-Anlagen vorgesehen, die einen Teil des jährlichen Energiebedarfs decken. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die Ladeinfrastruktur für Elektroautos fördert alternative Mobilität, und auch die digitale Infrastruktur lässt keine Wünsche offen: der CANNION erreicht eine WiredScore-Auszeichnung in Platin.

Projektteam
  • Daniel Opitz
  • Benjamin Berilo
  • Nazanin Afshari
  • Judith Alich
  • Daniel Behnke
  • Beate Bischofberger
  • Albert Bronder
  • Louisa Charlotte D`Ooghe
  • Sebastian Deweranda
  • Maximilian Eberhardt
  • Carina Fricke
  • Felix Grauer
  • Magdalena Hansen
  • Eike Heidelberg
  • Adriane Krabbenborg
  • Philipp Meise
  • Azadeh Najib
  • Ojuolape Odunlami
  • Xhesika Osmani
  • Kristina Rhiemeier
  • David Schlaht
  • Maik Skerka
  • Hyongyong Song
  • Carlos Tinoco de Castilla
  • Pascal Torka