LYGHT
Too good to go: wertvoller Bestand für die Zukunft neu programmiert
  • Ort
    Düsseldorf
  • Objekt
    Revitalisierung eines Bürohochhauses mit Tiefgarage und Erweiterung des Flachbaus
  • Bauherrin
    MOMENI Gruppe
  • Entwurfsverfasser
    Caspar Schmitz-Morkramer
  • TGA
    Winter Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik, Düsseldorf
  • Tragwerksplanung
    Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft, Düsseldorf
  • Brandschutz
    Heister + Ronkartz, Brandschutzsachverständige, Hückelhoven
  • Landschaftsplanung
    KRAFT.RAUM, Krefeld
  • Bauphysik/Fassadenplanung
    DREES & SOMMER, München
  • Planungs- und Bauzeit
    2020–2024
  • Leistungsphasen
    1–5a + KOL
  • Brutto-Grundfläche
    22.000 m²
  • Visualisierungen
    moka-studio
  • Fotos
    HGEsch

Das Bürohochhaus mit dem großzügigen flachen Anbau an seiner Seite stand schon an der richtigen Stelle: Golzheim ist ein gut angebundener, aber durchaus heterogener Standort. 2019 haben wir gemeinsam mit der MOMENI Group sowie Bürger:innen und lokalen Akteur:innen im Workshop „Westlich Kennedydamm“ ein Leitbild für die künftige Entwicklung des Quartiers erarbeitet, das den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen und Rahmenbedingungen gerecht wird. Darauf aufbauend haben wir nun die Revitalisierung der ehemaligen Niederlassung der Nordsternversicherung geplant. Funktional war das Haus von der Philipp Holzmann AG bereits gut durchgeplant und 1973 in hervorragender Qualität erbaut worden. In vielerlei Hinsicht ist es allerdings in die Jahre gekommen. Für MOMENI haben wir den Bestand neu programmiert, so dass LYGHT nach der den Green-Building-Kriterien entsprechenden Generalsanierung deutlich mehr bietet: mehr Komfort, mehr Nachhaltigkeit, mehr Öffnung nach außen, mehr Grün und rund 1.500 Quadratmeter mehr Fläche.

Gute Substanz

Vorgefunden haben wir ein Ensemble aus einer 12-geschossigen Hochhausscheibe mit Technikgeschoss und einem direkt anschließenden zweigeschossigen Sockelbau mit Innenhof. Mit dem Erhalt der gesamten Stahlbetonstruktur sowie der Treppenhauskerne konnten wir gut 19.000 Tonnen CO2 einsparen. Der Flachbau wird um ein Geschoss aufgestockt, um Raum für fünf Büroeinheiten zu schaffen. Das Erdgeschoss wird erweitert, und so entsteht eine Lobby mit Anbindung an die beiden Erschließungskerne und den Innenhof. Dieser großzügige Raum ist mehr als nur Empfang. Er bildet das Zentrum des Hauses und verbindet Orientierung und Aufenthaltsqualität. Ein schöner Mehrwert ist die Dachterrasse im 3. Obergeschoss. Im Hochhaus planen wir auf den zwölf Nutzungsebenen Büroflächen mit je einer Nutzungseinheit pro Geschoss, auf dem Dach legen wir eine weitere Dachterrasse als Skygarden an. Eine besondere Herausforderung lag in der Integration des neuen Technikkonzeptes. So wurden außenliegende Belüftungskanäle von der Fassade in den Innenbereich gelegt. Der Ausbau der Büroflächen ist in dem von uns gegebenen Ausbauraster individuell planbar, so dass vom klassischen Zellenbüro über die Spielarten des New Work bis zur offenen Bürolandschaft alles denkbar und realisierbar ist.

„Das Viertel verändert sich dynamisch, und das LYGHT wird das Potenzial des Quartiers weiter heben, indem es eine starke Verbindung zwischen Außen und Innen herstellt.“

Fabio Di Franco
Mehr Grün

Die neue Fassade macht LYGHT im Stadtraum als Ensemble erkennbar, zeichnet das Bild eines zukunftsgewandten, dynamischen Hauses. Die äußere Hülle erscheint leicht und transparent; die Geschosse sind durch eine feine horizontale Zeichnung ablesbar, die durch einen Versatz der schmalen vertikalen Aluminiumbänder verstärkt wird. Die Fassade zieht sich deutlich über die oberste Geschossdecke hinaus und erzeugt dahinter einen geschützten Außenraum, der als Skygarden gärtnerisch gestaltet wird. Die hochwertige doppelschalige Fassade mit nun bodentiefen Fenstern leistet im Zusammenspiel mit der vollständig erneuerten technischen Ausstattung des Hauses einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen Betrieb. Im Fassadenzwischenraum liegt ein elektrischer Sonnenschutz, in jeder Achse im Regelbereich gibt es nutzerseitig öffenbare Fensterflügel. Für den individuellen Komfort an den Arbeitsplätzen ist dies entscheidend. Rund um LYGHT und auf den Dachflächen schaffen wir 1.500 Quadratmeter begrünte Freiflächen und Terrassen. In dieser urbanen Lage ist das ein wichtiger Beitrag für das Mikroklima und den Komfort am Arbeitsplatz. Um die hauseigene Energieversorgung zu optimieren, werden Photovoltaik-Module in der Fassade des Treppenhauses integriert. WiredScore hat LYGHT für seine besonders leistungsstarke, digitale Infrastruktur sowie smarte Konnektivität und Digitalität mit Platinum ausgezeichnet.

Projektteam