2. Platz für Sachsenring 75 in Köln
Bindeglied zwischen Dynamik und Ruhe

Im nichtoffenen, einphasigen Realisierungswettbewerb für ein Bürogebäude am Sachsenring 75 in Köln hat unser Entwurf einen zweiten Platz erreicht.

Der Entwurf sieht ein robustes, flexibles und nachhaltiges Bürogebäude am Sachsenring 75 in Köln vor. Das Gebäude agiert als Bindeglied zwischen der dynamischen Verkehrsader sowie Wohngebiet und Volksgarten. Das Konzept für zwei bauliche Volumen folgt einem dreidimensionalen Raster, das sich am menschlichen Maßstab orientiert. Die lebendige Atmosphäre, erzeugt durch die Holzhybridkonstruktion, fördert das gesunde Arbeiten. Gleichzeitig vermittelt der Bau mit seinen teilweise öffentlichen Nutzungen ein Stück Urbanität. Das 5- bis 6-geschossige Vorderhaus nimmt die Höhe der Nachbarbebauung auf und setzt seinen Akzent auf die Ecke Sachsenring/Hardefuststraße. Die Kubatur ist mit einer ortstypischen Gebäudefuge zwischen Vorder- und Seitenflügel aufgebrochen, die neben dem Haupteingang zum begrünten Innenhof führt. Im Inneren ermöglicht der Entwurf eine flexible Teilung der Grundrisse von Zellenbüros bis zu Bürolandschaften. Begrünte Außenbereiche auf allen Etagen erlauben den direkten Bezug zur Natur. Ein zentraler Zugang dient als Kommunikationshub. Das transparente Erdgeschoss bildet das „soziale Herz“ mit Café, Konferenzräumen, „End-of-trip-Facilities“ wie Duschen und Umkleideräume, und Co-Working mit Bezug zum inneren Garten. Das Bestandgebäude an der Lothringer Straße mit zwei Geschossen wird als KiTa umgebaut. Die Fassade – wie das gesamte Gebäude geplant nach dem Konzept Cradle to Cradle mit gesunden und abbaubaren Materialien – besteht aus grün lasiertem Ton und acetyliertem Holz. Begrünte, großzügige Dachterrassen, Balkone und der Garten im Innenhof fließen nahtlos von innen nach außen. Die Pflanzen verbessen dabei das Stadtklima und tragen zur gesunden Arbeitsatmosphäre bei.

Die Jury lobt den Entwurf für seine „städtebaulich gut begründete Figur“, die „öffentlichkeitsorientiere Erdgeschosszone“, eine „hohe gestalterische Qualität und eine plausible Konstruktion“.

Auslober: Generali Real Estate S.p.A
Visualisierung: © caspar./bloomimages