Phoenix Gymnasium
Bildung, Begegnung und Zukunft
  • Ort
    Dortmund
  • Objekt
    Neubau eines Schulcampus
  • Verfahren
    Realisierungswettbewerb
  • Ausloberin
    Stadt Dortmund
  • Entwurfsverfasser
    Caspar Schmitz-Morkramer
  • Tragwerksplanung
    Werner Sobek AG
  • TGA
    Drees & Sommer SE
  • Freiraumplanung
    studiogrüngrau
  • BGF
    3.600 m²
  • Visualisierungen
    caspar.

Der Entwurf für den Erweiterungsbau des Phoenix-Gymnasiums, der im Wettbewerb mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurde, setzt einen markanten städtebaulichen Akzent am Eingang zum Stadtteil Hörde. Als kompakter viergeschossiger Baukörper entlang der Faßstraße bildet er einen klaren räumlichen Abschluss zur stark befahrenen Straße und schafft gleichzeitig einen geschützten Freiraum als Erweiterung des bestehenden Schulcampus.

Ein Campus der kurzen Wege

Der Haupteingang an der Alfred-Trappen-Straße stärkt die Orientierung und verknüpft Neubau, Sporthalle und Bestand auf kurzen Wegen. Eine platzartige Situation zwischen Sporthalle und Erweiterungsbau fördert Begegnung und Aufenthalt, während die polygonale Freiraumgestaltung die Formensprache des bestehenden Schulhofs aufnimmt und weiterentwickelt. Begrünte Aufenthaltsflächen, Sitzmöglichkeiten und Schulgärten schaffen vielseitige Räume für Lernen, Austausch und Erholung und stärken die Identität des Campus.

Neue Lernwelten

Die Architektur verbindet eine langlebige Materialität mit einer lernfördernden Atmosphäre. Eine hinterlüftete Metallfassade mit horizontalen Fassadenbändern und vorgelagerten Balkonen verleiht dem Gebäude einen zeitlosen Charakter und nimmt mit warmen Farbtönen Bezug auf die historische Backsteinarchitektur des Standorts. Im Inneren sorgen sichtbare Holzoberflächen, natürliche Materialien und robuste Bodenbeläge für eine ruhige, identitätsstiftende Umgebung. Die Lernbereiche sind in flexible Cluster organisiert, die Unterricht, Gruppenarbeit und informellen Austausch gleichermaßen ermöglichen. Forum, Bibliothek und Aufenthaltsbereiche bilden das kommunikative Zentrum, ergänzt durch eine gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse mit Blick auf Campus und Stadtraum. Mobile Möblierung, offene Sichtbeziehungen sowie eine blendfreie Tageslicht- und LED-Beleuchtung schaffen anpassungsfähige Lernräume mit hoher Aufenthaltsqualität.

Nachhaltiges Konzept und flexible Nutzung

Der Entwurf verfolgt einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz, der ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte vereint. Eine kompakte Gebäudestruktur reduziert Energiebedarf und Hüllflächenverluste, während ein Hybridtragwerk aus Holz und Stahlbeton mit Holz-Beton-Verbunddecken Ressourcen schont und graue Emissionen senkt. Das Energiekonzept umfasst dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel sowie Photovoltaik auf extensiv begrünten Retentionsdächern. Regenwasser wird gespeichert und zur Bewässerung genutzt; perspektivisch ist auch eine Nutzung für WC-Anlagen vorgesehen. Rückbaubare und recyclingfähige Bauteile nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip, wartungsarme Materialien sowie flexible Grundrisse sichern eine langfristige Nutzbarkeit. Digitale Anzeigen im Eingangsbereich machen Energie- und Wasserverbräuche sichtbar und integrieren Nachhaltigkeit zugleich als Lerninhalt in den Schulalltag.

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caspar.team