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OrtBielefeld
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ProjektNeugestaltung des ehemaligen Karstadt-Areals in ein Mixed-Use-Quartier mit Handel, Gastronomie, Hotel und Wohnen
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BauherrUnternehmensgruppe Sahle Wohnen
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EntwurfsverfasserCaspar Schmitz-Morkramer
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TragwerksplanungWerner Sobek AG
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TGADES GmbH
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BrandschutzplanungCorall Ingenieure GmbH
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Landschaftsplanungstudio grüngrau GmbH
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Planungs- und Bauzeitab 2026
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BGFca. 26.000 m²
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Wettbewerbsgebiet8.815 m²
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Visualisierungenmoka-studio GbR
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SkizzenPaul Trakies
Mit der Neugestaltung des ehemaligen Karstadt-Areals entsteht im Herzen der Bielefelder Innenstadt ein lebendiger, zukunftsfähiger Stadtbaustein. Der Entwurf versteht sich als konsequente Stadtreparatur: Die monofunktionale Großstruktur des ehemaligen Warenhauses wird in ein vielfältiges urbanes Ensemble überführt. Anstelle eines hermetischen Solitärs entsteht ein offenes, durchlässiges Quartier mit klaren Raumkanten, neuen Adressen und geschützten Innenbereichen. Ziel ist ein Stück Stadt, das soziale Aktivierung, urbane Vielfalt und langfristige Nutzungsfähigkeit miteinander verbindet.
„Unser Entwurf versteht sich als Stadtreparatur: Aus dem ehemaligen monolithischen Warenhaus entsteht ein vielfältiges Stück Innenstadt mit neuen Adressen, klar gefassten Stadträumen und einer offenen, lebendigen Atmosphäre. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der nicht nur funktional neu gedacht wird, sondern auch soziale und räumliche Qualitäten zurück in die Innenstadt bringt.“
Die erforderliche Baumasse wird bewusst in mehrere ablesbare Teilvolumen gegliedert. Fugen, Rücksprünge und differenzierte Baukörperbreiten übersetzen die Größe des Projekts in eine angemessene Maßstäblichkeit für die Innenstadt. So entsteht kein monolithischer Großkörper, sondern ein Ensemble eigenständiger Häuser mit jeweils eigener Identität. Entlang der Bahnhofstraße, Arndtstraße und Friedenstraße reagieren die Gebäude präzise auf ihre stadträumlichen Situationen: urbane Präsenz an der Einkaufsachse, öffentliche Aufenthaltsqualitäten am Quartiersplatz sowie ruhigere Wohnatmosphäre entlang der Friedenstraße. Im Inneren des Blocks werden bislang diffuse Rest- und Zwischenräume in klar gefasste, begrünte Höfe transformiert. Ergänzt durch aktivierte Dachlandschaften entstehen neue Aufenthaltsorte mit hoher räumlicher und sozialer Qualität. Begrünung, Verschattung und Vegetationsflächen leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und verbessern das Mikroklima im innerstädtischen Umfeld.
Das Quartier wird als robustes und langfristig anpassbares Gebäudesystem entwickelt. Ein flexibles Skeletttragwerk mit regelmäßigem Stützenraster ermöglicht unterschiedlichste Nutzungen – von Handel und Gastronomie über Hotel und Service Apartments bis hin zu Seniorenwohnen. Die klare Trennung von Tragwerk und Ausbau schafft maximale Umnutzungsfähigkeit und damit langfristige Zukunftssicherheit. Gleichzeitig folgt die Konstruktion konsequent dem Prinzip der Ressourceneffizienz: optimierte Spannweiten, CO₂-reduzierte Materialien sowie ein integrativer „Low-Tech+“-Ansatz minimieren Energiebedarf und Materialeinsatz. So entsteht ein nachhaltiges Stadtquartier, das sowohl aktuellen Anforderungen als auch zukünftigen Entwicklungen gerecht wird.