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OrtDüsseldorf
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ObjektAusbau der Interiorflächen im Bauteil 3 des Heinrich Campus
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EntwurfsverfasserCaspar Schmitz-Morkramer
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Bauherrin HochbauQuantum Projektentwicklung GmbH, Hamburg Entwurf
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GeneralmieterinDeloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf
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ProjektleitungDeloitte GmbH,
Real Estate & Operations -
Nutzungskonzept und FlächenplanungDeloitte GmbH,
Real Estate & Operations Deloitte Consulting GmbH,
Strategy & Business Design -
Konzeption und Planung MöblierungDeloitte GmbH,
Real Estate & Operations -
Konzeption und Planung Textilien und DekorationDeloitte GmbH,
Real Estate & Operations Konzeption und Planung Signage Deloitte GmbH,
Real Estate & Operations, Deloitte Digital GmbH -
Konzeption und Planung SignageDeloitte GmbH,
Real Estate & Operations,
Deloitte Digital GmbH -
Konferenz- und VeranstaltungstechnikDeloitte GmbH,
Real Estate & Operations -
Smart Building Konzeption und ImplementierungDeloitte Consulting GmbH,
Real Estate Consulting -
Office, Conferencing and Event ServicesDeloitte GmbH,
Real Estate & Operations -
TGAZimmermann und Becker, Heilbronn
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ELTibb Burrer & Deuring, Leipzig
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BrandschutzGruner und Partner, Köln
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LichtplanungKardorff Ingenieure, Berlin
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Akustik SaalplanungMüller-BBM, Planegg
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MöbeleinbautenSchumann Möbel-Werkstätten, Altenkirchen
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Bauzeitbis 2/2025
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BGF (oi)43.916 m²
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FotosHGEsch
Die durch Corona und die beschleunigte Verhomeofficierung der Arbeitswelt potenzierte Frage nach der „richtigen“ Arbeitsumgebung im Büro ist meistens weniger eine Frage der Arbeitsaufgaben selbst als vielmehr des Zeitgeists, der (Sozial-) Psychologie, der kollektiven Haltungen zu Arbeitsleben und -weisen. Die gesellschaftliche Vereinbarung von Büroleben ändert sich ständig und schneller denn je. Deshalb muss eine zeitgemäße Büro(innen)architektur hochadaptiv sein. Sie hat den Versuch zu unternehmen, den Arbeitsplatz sozusagen zu verheimaten, ohne ihn zu entprofessionalisieren. Diese sozio-ästhetischen Transformationsprozessen – und die damit einhergehenden Arbeits(platz)realitäten – sind nicht zuletzt die Folge von Digitalisierungsprozessen. Mit diesem Wandel verbinden wir gemeinhin den Begriff „New Work“.
Der innenarchitektonische Ausbau, mit dem wir den dritten und letzten Bauabschnitt unseres großen Projekts Heinrich Campus in Düsseldorf fertigstellten, geht allerdings weit über New Work hinaus. Er geht überhaupt weit über normalen Bürobau hinaus. Der Heinrich Campus ist Standort des großen Beratungsunternehmens Deloitte, und im Bauabschnitt finden zwei spezielle Bereiche des Unternehmens ihre Heimat: der innovative Beratungsarm Deloitte Digital sowie die Smart Factory im Erdgeschoss. Beide sind ebenso spektakuläre wie paradigmatische Beispiele dafür, dass New Work eben auch genau das bedeuten kann: „Neue Arbeit“ – und nicht nur neue Arbeitsatmosphäre etc. meint. Dass Charakter und Anforderungen neuer Arbeitsfelder auch andere Arbeitsumgebungen brauchen, ist eine zwangsläufige Folge.
Die Smart Factory ist weit mehr als nur so etwas wie eine Modellfabrik. Es ist ein Ort, an dem digitale Transformation, Produktion und Design unter realen Bedingungen aufeinandertreffen. Technologie, Daten sowie menschliche Kreativität und Kompetenz verschmelzen zu einer synergetischen Lernplattform, die die Zukunft der Industrie erfahrbar macht. Die Smart Factory am Düsseldorfer Deloitte-Standort ist dabei nur eine von insgesamt vier Smart Factories – mit ihren Schwestern in Kyoto, Wichita und Montreal verbindet sie sich zu einem globalen Netzwerk, das Wissen, Ideen und Innovation über Kontinente hinweg teilt.
Das Konzept integriert zwei verschiedene Funktionen in ein übergeordnetes Gesamtdesign. Auf der einen Seite geht es um Schau und um Schauwerte in einem positiven, produktiven Sinn. Das lässt sich seinerseits auf zwei Aspekte herunterbrechen. Hier sollen Workshops stattfinden; hier soll (auch und gerade jungen) Besucherinnen und Besuchern etwas geboten und ein starkes Statement für die MINT-Sphare gesetzt werden. Neben die ästhetischen Schau-Werte müssen sich aber auch funktionale gesellen: Transparenz, Durch-Schaubarkeit und An-Schaulichkeit sind entscheidende Faktoren bei den Produktionsabläufen einer future factory. Jederzeit schnell erfassen, sehen und wissen zu können, wo sich ein Produkt oder Werkstoff gerade im Prozess befindet – das in Echtzeit und authentisch simulieren und präsentieren zu können, ist eine Kernfunktion der Smart Factory.
Diese beiden visuellen Aspekte finden ihre Entsprechung in zwei Flächen. Da ist zum einen der Empfangs- und Willkommensbereich („Reception“ und „Welcome area“). Von ihm werden die Besucherinnen und Besucher zu einem beweglichen Element geführt, das sich öffnet und mit einem effektvollen Überraschungsmoment den Blick in die innere Welt der Fabrik freigibt. Diese – natürlich die Hauptzone („Client experience“) – wird vom zentralen Steuerungselement, dem Control Hub, dominiert, das Daten und Produktionsprozesse in Echtzeit visualisiert und koordiniert. Die Bildschirme sind hier – Stichwort Transparenz und Durch-Schaubarkeit – als große Glasfenster gestaltet. Bei der Aufgabe, diesen (teilbaren) Raum als Ganzes zu imaginieren und zu realisieren, hat uns sicherlich die Tatsache geholfen, dass das Ausstellungsdesign seit jeher zu unserer Interior-Expertise gehört.
Die Bedeutung der Smart Factory geht allerdings weit über ihre Schau-Werte hinaus. Denn ihre zweite, wichtigere Funktion besteht darin, (Innen-)Architektur zu einer komplexen Schnittstelle zwischen der analog-haptischen und der digitalen Sphäre zu machen: Sie erlaubt es, Rohmaterialien auf innovative digitale Prozesse treffen zu lassen, und zwar auf eine Weise, die die Smart Factory in ein lebendiges, globales Labor verwandelt.
Zwischen dem Interior, das wir für die meisten Flächen des Heinrich Campus entwickelt haben, und dem Design der Smart Factory liegt, gestalterisch und atmosphärisch, der Look der Arbeitsatmosphäre von Deloitte Digital. Die Einheit hatte zuvor ihren Platz in einer ehemaligen Fabrik mit viel minimalistischem Industriecharme und brachte klare Vorstellungen und Anforderungen an das neue Umfeld mit. Dazu kommt, dass Deloitte Digital durch ihre Aufgabenbereiche und ihr Selbstverständnis besondere Akzente setzt: Die Verbindung von Kreativität, Technologie und Design-Engineering prägt die Arbeitsweise und erfordert Räume, die diese Mischung unterstützen. Deloitte Digital entwickelt für Unternehmen digitale Geschäftsmodelle und Kundenerlebnisse – von der Idee bis zum laufenden Betrieb. Das ist inhaltlich und emotional eine eigene Welt. Sie sollte „digitaler“ wirken, in Materialität, Stimmung und Erscheinungsbild.
Die Entwürfe überzeugten die Creative Consultancy. Es war klar, dass es um mehr als ein reines Büro ging, sondern vielmehr um einen Ort, der ihren Geist widerspiegelt – eine lebendige Manifestation von Design und Transformation, in der Technologie, Kreativität und datengetriebenes Denken auf einzigartige Weise zusammenspielen.
Für uns hieß das konkret: die Elemente der früheren industriellen Umgebung in ein hochmodernes Büro holen! Das eine mit dem anderen kombinieren. Die Decken hoch setzen, auf Verkleidung verzichten, stattdessen bewusst Technik zeigen; das Rohe zum Coolen machen, ohne auf state-of-the-art-Bürofunktionen zu verzichten: Das innenarchitektonische Ergebnis ist ein mitarbeiterzentrierter Arbeitsraum mit flexiblen Grundrissen, ergonomischem Mobiliar, Rückzugsbereichen und interaktiven Zonen, die Zusammenarbeit und Innovation gezielt fördern.
Der Bauabschnitt III vom Heinrich Campus gehört sicher zu den interessantesten und wertvollsten Erfahrungen unserer Interior-Abteilung. Viel haben wir bei diesem Projekt über „New Work gelernt“. Wie sich die Interdependenz zwischen (inhaltlich) neuen Arbeitsfeldern und (atmosphärisch-ausstatterisch) neuen Arbeitsplätzen konkret und insbesondere auf Innenarchitektur und Interior-Gestaltung auswirken kann – diese Erfahrung ließ uns gewissermaßen in die Zukunft hineindesignen.
- Entwurfsverfasser
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Caspar Schmitz-Morkramer
- Chief Architectural Officer
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Sonja Gallo
- Projektleitung Innenarchitektur
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Karen Albers
- Team Innenarchitektur
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Miriam Nguan
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Kristina Rhiemeier
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Martin Mellis
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Louisa Charlotte D`Ooghe
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Pia Willig